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Im Prinzip ist die Napoletaner nicht weiter als eine Kaffeekanne mit aufgesetztem Filter. Sie besteht aus zwei fest zusammen geschraubten Behältern mit einem fest installierten Sieb dazwischen. Ein Behälter verfügt über eine Tülle, der andere nicht. Ein Behälter enthält Wasser, das Zwischenstück den gemahlenen Kaffee.

Um Kaffee kochen zu können, muss man den Apparat zunächst auf den Kopf stellen. Den Behälter, der sich jetzt oben befindet, befüllt man nun mit Wasser. Darauf wird der Filter mit dem Kaffee und die eigentliche Kanne mit Tülle geschraubt. Die Tülle muss dabei nach unten zeigen. Die Kanne wird dann umgedreht auf den Herd gestellt oder von unten erhitzt. Sobald das Wasser kocht, dreht man die Kanne um 180°. Dadurch läuft das heiße Wasser durch den gemahlenen Kaffee, wird jedoch gefiltert.

Einfache Kannen dieser Art waren ursprünglich in Italien sehr verbreitet und hießen Napoletaner. Später stellte man auch aufwendig verarbeitete elektrische Geräte her. Dasselbe Prinzip findet auch bei sehr fein gearbeiteten Kannen aus dem späten 19. Jahrhundert Anwendung. Diese Apparate hießen auch „Russische Eikanne“ oder „Potsdamer Boiler“. Die Kanne war häufig schwenkbar an einem Bügel aufgehängt. Ein Spirituskocher erhitzte sie.

>>> Percolator


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